Was kostet ein Wohnmobil So planst du Budget, Nebenkosten und Spartipps

Ein Überblick über typische Mietpreise, was im Preis enthalten ist und wo versteckte Kosten lauern.

Ø Tagespreis

89 – 159 €

Günstigste Zeit

März – Mai

Kraftstoff

nicht inklusive

Versicherung

meist inklusive

Spartipp

Frühbucher-Rabatt

Mietpreis: Was ist eigentlich im Preis enthalten?

Der angegebene Tagespreis bei gewerblichen Vermietern umfasst in der Regel die Haftpflicht- und Kaskoversicherung (gesetzlich vorgeschrieben laut §1 PflVG), eine festgelegte Anzahl an Freikilometern sowie die Grundausstattung des Fahrzeugs (Geschirr, Bettwäsche, Gasflaschen). Nicht im Preis enthalten sind üblicherweise Kraftstoff, Campingplatzgebühren und optionale Extras wie Fahrradträger, Kindersitze oder Campingmöbel. Wer genau hinschaut, vermeidet Überraschungen bei der Endabrechnung. Tipp: Immer das Mietangebot im Detail lesen und Freikilometer mit der geplanten Route abgleichen. Die meisten Angebote auf Caravan24 zeigen transparent, was inklusive ist. Mehr zur Versicherung beim Wohnmobil mieten findest du in unserem separaten Ratgeber.

Nebenkosten, die viele unterschätzen

Neben dem reinen Mietpreis fallen häufig weitere Kosten an: Die Endreinigung (30–80 €) wird bei den meisten Vermietern separat berechnet – wer selbst reinigt, spart diesen Betrag oft komplett. Camping-Zubehör wie Tisch, Stühle oder Markise kann pro Tag 5–15 € kosten. Einwegmieten – also Abholung und Rückgabe an verschiedenen Stationen – schlagen mit 100–300 € zu Buche. Auch Zusatzkilometer über das Freikilometer-Paket hinaus kosten meist 0,25–0,35 € pro km. Wer mit Kindern reist, sollte auch an Kindersitze denken, die nicht immer kostenlos sind. Und nicht vergessen: Campingplatzgebühren (20–45 €/Nacht) und Stellplatzgebühren (5–20 €/Nacht) kommen zum Mietpreis hinzu.

Reisebeispiele: Was kostet eine typische Wohnmobil-Reise?

Drei konkrete Beispiele zeigen, mit welchem Budget du rechnen kannst (Basis: Kastenwagen in der Nebensaison bei einem gewerblichen Vermieter):

Wochenendtrip Ostsee

3 Tage

  • Miete: 267 €
  • Kraftstoff: 60 €
  • Stellplätze: 45 €

Gesamt: ca. 372 €

Familienurlaub Bayern

7 Tage

  • Miete: 693 €
  • Kraftstoff: 140 €
  • Campingplätze: 175 €

Gesamt: ca. 1.008 €

Roadtrip Nordsee

14 Tage

  • Miete: 1.246 €
  • Kraftstoff: 280 €
  • Stell-/Campingplätze: 280 €

Gesamt: ca. 1.806 €

Kaution und Versicherung – was du wissen musst

Bei der Fahrzeugübernahme verlangt der Vermieter eine Kaution – typischerweise zwischen 500 € und 2.500 €, je nach Fahrzeugwert. Diese wird per Kreditkarte geblockt (Autorisierung, keine Abbuchung) und nach Rückgabe innerhalb von 2–4 Wochen freigegeben. Ohne Kreditkarte kann das Mieten schwierig werden – manche Vermieter akzeptieren EC-Karte oder Überweisung, aber nicht alle. Die im Mietpreis enthaltene Vollkaskoversicherung hat eine Selbstbeteiligung (SB) von meist 1.000–1.500 €. Gegen einen Aufpreis von 10–20 € pro Tag kannst du die SB oft auf 0–300 € reduzieren. Ob sich das lohnt, hängt von deinem Risikoprofil ab – für Erstmieter und Familien ist die Reduktion eine sinnvolle Investition. Ausführliche Details zur Versicherung beim Wohnmobil mieten.

Mautkosten und Verkehrsregeln im Ausland

Viele Wohnmobil-Reisende fahren über die deutsche Grenze – und dort lauern Mautkosten, die nicht zu unterschätzen sind. Österreich: Vignette (10-Tages-Vignette ca. 11,50 € für Fahrzeuge bis 3,5 t, digitale Vignette über asfinag.at). Achtung: Wohnmobile über 3,5 t zahlen streckenbezogene Maut (GO-Box). Schweiz: Vignette 40 CHF/Jahr, gilt für alle Autobahnen. Italien: Streckenmaut, für einen Roadtrip von Brenner bis Rom ca. 60–80 € einfach. Frankreich: Autobahnmaut (péage), ähnlich wie Italien streckenbezogen. Kroatien: HAC-Autobahnen mautpflichtig, Zagreb–Split ca. 25 €. Generell gilt: Plane Mautkosten ins Budget ein (50–150 € pro Woche bei Auslandsreisen) und prüfe vor Abfahrt, ob dein Mietfahrzeug eine Mautbox benötigt. Die genauen Höhen findest du auf den offiziellen Maut-Webseiten der jeweiligen Länder.

So sparst du bei der Wohnmobil-Miete

Frühbucher-Rabatt nutzen

Wer 3–6 Monate im Voraus bucht, spart bis zu 20 % auf den Mietpreis – besonders in der Hauptsaison lohnt sich das.

Nebensaison wählen

März bis Mai und September bis Oktober bieten oft günstigere Preise, weniger Andrang und angenehmes Reisewetter.

Kilometer-Paket prüfen

Vergleiche die Freikilometer verschiedener Angebote – ein größeres Paket ist oft günstiger als Nachzahlung pro km.

Ausstattung gezielt wählen

Buche nur Extras, die du wirklich brauchst. Eigene Campingstühle und Geschirr sparen schnell 50–100 € pro Woche.

Häufige Fragen

Was kostet ein Wohnmobil pro Tag?
Je nach Fahrzeugtyp und Saison liegt der Tagespreis zwischen 69 € (Campingbus, Nebensaison) und 249 € (Vollintegrierter, Hauptsaison). Der Durchschnitt liegt bei 89–159 € pro Tag.
Ist die Versicherung im Mietpreis enthalten?
Bei den meisten gewerblichen Vermietern sind Haftpflicht- und Kaskoversicherung inklusive. Die Selbstbeteiligung liegt typischerweise bei 1.000–1.500 €. Eine SB-Reduktion ist meist gegen Aufpreis möglich.
Welche Zusatzkosten kommen auf mich zu?
Typische Nebenkosten sind: Endreinigung (30–80 €), Campingzubehör, Einwegmiete (100–300 €) und Zusatzkilometer (0,25–0,35 €/km). Kraftstoff (10–16 l/100 km Diesel) und Stellplatzgebühren kommen hinzu.
Muss ich eine Kaution hinterlegen?
Ja, die meisten Vermieter verlangen eine Kaution zwischen 500 € und 2.500 €, die per Kreditkarte geblockt und nach Rückgabe freigegeben wird. Ohne Kreditkarte kann das Mieten schwierig sein.
Gibt es Rabatte für längere Mietzeiträume?
Ja, ab 7 Tagen bieten viele Vermieter Wochenrabatte, ab 14 Tagen oft nochmals günstigere Tagespreise. Auch Frühbucher-Rabatte (3–6 Monate vorher) können bis zu 20 % Ersparnis bringen.
Lohnt sich ein Wohnmobil gegenüber Hotel + Mietwagen?
Für Familien und bei Reisen über 5 Tage ist das Wohnmobil oft günstiger – vor allem wenn man Unterkunftskosten, Restaurantbesuche und Flexibilität einrechnet. Beispiel: 7 Tage Familienurlaub im Wohnmobil ca. 1.000 € vs. Hotel + Mietwagen ca. 1.500–2.000 €.
Brauche ich eine Kreditkarte?
Für die Kaution ist eine Kreditkarte (Visa oder Mastercard) sehr empfehlenswert. Manche Vermieter akzeptieren auch EC-Karten oder Überweisungen, aber das ist die Ausnahme. Debit-Karten funktionieren nicht immer für Autorisierungen.
Was kostet die Maut in Österreich und Italien?
Österreich: 10-Tages-Vignette ca. 11,50 € (bis 3,5 t), darüber GO-Box nötig. Italien: streckenbezogene Maut, Brenner–Rom ca. 60–80 € einfach. Beide Länder berechnen nach Fahrzeuggröße/-gewicht.
Was kostet ein Campingplatz pro Nacht?
In Deutschland zahlt man auf einem Campingplatz 20–45 € pro Nacht (2 Personen + Stellplatz + Strom). Stellplätze (ohne Sanitäranlagen) kosten 5–20 € pro Nacht. In der Hochsaison und an beliebten Orten kann es teurer sein.
Wie viel Kraftstoff verbraucht ein Wohnmobil?
Je nach Fahrzeugtyp: Campingbus 8–11 l/100 km, Kastenwagen 10–12 l, Teilintegrierter 10–14 l, Alkoven und Vollintegrierter 12–16 l. Fast alle Mietwohnmobile fahren mit Diesel. Bei einem Dieselpreis von ca. 1,55 €/l kosten 1.000 km also 125–250 €.

Preise vergleichen & Wohnmobil finden

Transparente Preise von gewerblichen Vermietern – alle Kosten auf einen Blick.