Campingbus Kompakt reisen, spontan losfahren

VW California, Mercedes Marco Polo & Co: Der Campingbus verbindet Alltag und Abenteuer in einem Fahrzeug – und passt in jede Tiefgarage.

Campingbus am Meer bei Sonnenuntergang

Was ist ein Campingbus?

Der Campingbus – oft nach dem Vorbild des VW California oder Mercedes Marco Polo – ist das kompakteste vollwertige Reisemobil auf dem Markt. Er basiert auf einem Großraum-Van (z. B. VW T6.1/T7, Mercedes V-Klasse, Ford Transit Custom) und ist mit einem Schlafbereich, einer Miniküche und oft einem Aufstelldach ausgestattet. Was ihm an Stehhöhe fehlt, macht er durch schiere Mobilität und Alltagstauglichkeit wett. Im Gegensatz zum Kastenwagen, der auf einem Nutzfahrzeug basiert, nutzt der Campingbus einen PKW-Van als Grundlage – das macht ihn leiser, komfortabler im Fahrverhalten und deutlich kompakter.

Für wen ist der Campingbus ideal?

Solo-Reisende und Paare, die das Wesentliche minimalistisch angehen wollen, sind mit dem Campingbus perfekt bedient. Er eignet sich als einziges Fahrzeug, das man täglich fährt und gelegentlich zum Campen nutzt – ein echter Alltagscamper. Besonders beliebt ist er bei Surfern, Bikern und anderen Outdoor-Sportlern, die spontan und ohne große Planung losfahren möchten. Auch für Einsteiger ist der Campingbus eine gute Wahl: Er fährt sich wie ein großer PKW, erfordert keine Umgewöhnung und ist in wenigen Minuten vom Alltagsfahrzeug zum Campingmobil umgebaut.

Ausstattung und clevere Details

Trotz kompakter Abmessungen bieten viele Campingbusse eine ausziehbare Küche mit Zweiflamm-Kocher und Kühlbox (30–40 Liter), eine bequeme Liegefläche von 200 x 120 cm und ein Aufstelldach für zusätzliche Belüftung oder einen zweiten Schlafplatz. Die Sitzplätze im Fond lassen sich in wenigen Handgriffen zu einer vollwertigen Liegefläche umbauen – kein Umpacken nötig. Hochwertigere Modelle wie der VW California Ocean verfügen über ein elektrisches Aufstelldach, LED-Ambientebeleuchtung und eine App-Steuerung für Standheizung und Licht. Eine feste Nasszelle fehlt bei den meisten Campingbussen – dafür ist das Fahrzeug kompakt genug für den Alltag.

Beliebte Modelle und Hersteller

Der Campingbus-Markt wird von wenigen Ikonen dominiert: Der VW California (Ocean und Beach) auf Basis des T6.1 bzw. T7 ist der Klassiker und zugleich das meistgesuchte Mietfahrzeug in diesem Segment. Auf ähnlichem Niveau bewegt sich der Mercedes Marco Polo auf V-Klasse-Basis – mit etwas mehr Platz und Premium-Anspruch. Der Ford Nugget (auf Transit Custom-Basis) bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist durch das Aufstelldach von Westfalia bekannt. Für mehr Raum gibt es den Volkswagen Grand California auf Crafter-Basis – er ist allerdings deutlich größer (ca. 6 m) und eher ein Übergang zum Kastenwagen. Weitere Hersteller: Flowcamper, Spacecamper und Tonke – alle mit eigenen Ausbau-Konzepten auf VW-T-Basis.

Mietpreise und Kosten

Der Campingbus ist der günstigste Wohnmobil-Typ zur Miete. In der Nebensaison (März–Mai, September–Oktober) liegen die Preise bei 59–89 EUR pro Tag, in der Hauptsaison (Juni–August) bei 89–129 EUR pro Tag. Eine Woche kostet in der Nebensaison typischerweise 410–620 EUR, in der Hauptsaison 620–900 EUR. Damit ist der Campingbus rund 20–30 % günstiger als ein Kastenwagen und deutlich günstiger als größere Wohnmobile. Im Mietpreis sind bei gewerblichen Vermietern Haftpflicht- und Kaskoversicherung sowie Freikilometer enthalten. Der große Vorteil: Auch die Kraftstoffkosten sind niedrig – mit 8–11 Liter Diesel (oder Benzin) pro 100 km hat der Campingbus den sparsamsten Verbrauch aller Wohnmobiltypen. Stellplatzgebühren entfallen teilweise ganz, weil der Bus auf normalen Parkplätzen stehen kann. Mehr Details in unserem Kostenratgeber.

Tipps zum Fahren und im Alltag

Der Campingbus fährt sich wie ein großer PKW – und genau das ist sein größter Vorteil. Die Fahrzeughöhe liegt bei 1,99 m ohne Aufstelldach (VW California, Mercedes Marco Polo) und passt damit in nahezu jede Tiefgarage und jedes Parkhaus. Erst mit aufgestelltem Dach wächst die Höhe auf ca. 2,80 m. Die Fahrzeuglänge von 4,9–5,4 m ermöglicht normales Einparken in PKW-Lücken. Der Wendekreis ist mit 11–12 m der beste aller Wohnmobiltypen. Der Kraftstoffverbrauch von 8–11 l/100 km (Benziner etwas mehr als Diesel) ist ebenfalls der niedrigste. Ein Campingbus eignet sich deshalb auch als tägliches Pendelfahrzeug und Einkaufsauto. Der einzige Kompromiss: Bei zugeklapptem Dach liegt die Stehhöhe im Innenraum bei nur ca. 1,30–1,40 m – Kochen und Umziehen funktioniert dann am besten draußen oder mit geöffnetem Dach.

Perfekt geeignet für

Surf & Outdoor

Direkt an Strand, Trail oder Klettergebiet schlafen – ohne langes Einrichten.

Spontanreisen

Einfach einsteigen und losfahren. Kein Campingplatz nötig, kein Aufwand.

Stadttrip mit Übernachtung

Campingbus parkt auf normalen Parkplätzen – kein Shuttle, keine Hotelsuche.

Solo-Abenteuer

Allein unterwegs? Der Bus ist genau die richtige Größe – nicht zu groß, nicht zu klein.

Campingbus im Detail

Vorteile

Der Campingbus ist das agilste und vielseitigste Reisemobil. Er passt in jede Parklücke (4,9–5,4 m Länge), in jede Tiefgarage (1,99 m Höhe) und benötigt keine Überführung nach dem Urlaub. Als Alltagsfahrzeug nutzbar, verbraucht er mit 8–11 l/100 km weniger als alle anderen Wohnmobiltypen und ist dabei immer einsatzbereit. Der günstigste Einstieg in die Wohnmobil-Miete ab 59 EUR/Tag.

Nachteile

Stehhöhe gibt es nur mit Aufstelldach (ca. 2,00 m im Dachbereich) und nicht überall im Fahrzeug. Der Wohnraum ist auf ein Minimum reduziert – für regnerische Tage oder längere Aufenthalte kann das eng werden. Stauraum ist begrenzt (100–200 Liter Gepäckvolumen), und ein vollwertiges Bad (Dusche, Toilette) fehlt in den meisten Modellen. Für mehr als zwei Personen wird es schnell eng.

Vergleich

Im Vergleich zum Kastenwagen ist der Campingbus 50–100 cm kürzer, hat weniger Stehhöhe (1,99 m vs. 2,60–2,80 m), aber deutlich mehr Alltagstauglichkeit und 2–3 l/100 km weniger Verbrauch. Gegenüber Teilintegriert und Alkoven fehlen eigenständige Sanitäranlagen und Stauraum. Wer nur gelegentlich campt und das Fahrzeug täglich nutzen will, ist mit dem Campingbus am besten bedient.

Häufige Fragen

Hat ein Campingbus eine Toilette?
In den meisten Standard-Campingbussen ist keine feste Toilette eingebaut. Für kurze Ausflüge ist das kein Problem; für längere Reisen empfiehlt sich eine tragbare Campingtoilette (z. B. Porta Potti) oder die Nutzung von Campingplatz-Sanitäranlagen. Der VW Grand California hat als Ausnahme ein eigenes Bad mit Toilette und Dusche.
Wie schläft man in einem Campingbus?
Die Rücksitzbank lässt sich in wenigen Schritten zur ebenen Liegefläche umklappen – meist ohne Gepäck umräumen zu müssen (ca. 200 x 120 cm). Viele Modelle haben zusätzlich ein Aufstelldach mit einer zweiten Liegefläche (ca. 200 x 115 cm), sodass insgesamt bis zu 4 Personen schlafen können.
Kann man mit einem Campingbus auf Reisen kochen?
Ja. Die meisten Campingbusse haben eine ausziehbare oder eingebaute Miniküche mit Zweiflamm-Kocher und Kühlbox (30–40 l) oder kleinem Kühlschrank. Für aufwendiges Kochen ist die Fläche begrenzt – dafür ist sie in 30 Sekunden einsatzbereit. Viele Camper nutzen ergänzend eine tragbare Kochstelle für draußen.
Passt ein Campingbus in eine normale Tiefgarage?
Ja – ohne ausgefahrenes Aufstelldach haben die meisten Campingbusse eine Dachhöhe von rund 1,99 m (VW California, Mercedes Marco Polo) und passen damit in die überwiegende Mehrheit der Parkhäuser und Tiefgaragen (Mindesthöhe meist 2,00 m). Die Breite von ca. 1,90 m und die Länge von ca. 5 m sind unproblematisch.
Wie viel kostet ein Campingbus pro Tag?
Ein Campingbus ist der günstigste vollwertige Wohnmobil-Typ: ab 59 EUR pro Tag in der Nebensaison, 89–129 EUR in der Hauptsaison. VW California und Mercedes Marco Polo liegen preislich am oberen Ende, Ford Nugget und weniger bekannte Marken eher am unteren.
Kann ich einen Campingbus auch täglich als Auto nutzen?
Ja, genau das ist der große Vorteil des Campingbus. Mit seiner PKW-nahen Größe (4,9–5,4 m Länge, 1,99 m Höhe) eignet er sich zum Pendeln, Einkaufen und als Familienfahrzeug. Anders als alle anderen Wohnmobiltypen muss er nicht auf einem Sonderstellplatz geparkt werden. Viele Besitzer und Mieter nutzen ihn als einziges Fahrzeug.
Wie hoch ist der Kraftstoffverbrauch eines Campingbus?
Mit 8–11 Litern pro 100 km (Diesel etwas weniger, Benziner etwas mehr) hat der Campingbus den sparsamsten Verbrauch aller Wohnmobiltypen. Zum Vergleich: Ein Kastenwagen verbraucht 10–12 l, ein Alkoven 12–16 l pro 100 km. Bei einer zweiwöchigen Tour mit 2.000 km liegen die Spritkosten bei ca. 250–350 EUR.
Was ist der Unterschied zwischen VW California und Grand California?
Der VW California basiert auf dem T6.1/T7 (ca. 5,0 m Länge, 1,99 m Höhe) und ist ein echter Campingbus für den Alltag. Der Grand California basiert auf dem VW Crafter (ca. 6,0–6,8 m Länge, ca. 2,97 m Höhe) und ist deutlich größer – eher ein Kastenwagen-Wohnmobil mit eigenem Bad, aber nicht mehr tiefgaragentauglich.

Jetzt Campingbus finden

Alle Fahrzeuge von geprüften, gewerblichen Vermietern.